Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

1.  Die Opfer unter den jüdischen Bürgern

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Bass, Julius

wurde am 27. Februar 1907 in Hamburg geboren und wohnte in Hamburg, Altonaerstr. 63.
Er war Insasse des Zuchthauses Hameln vom 28. August 1940 bis 16. Juni 1941.
Nach dem 18. Juni 1941 wurde Bass in das KZ Neuengamme verschleppt und umgebracht.
Siehe die Darstellung im Verzeichnis der Ghetto- und KZ-Opfer unter den Zuchthausgefangenen (Kap. 2.5).

Gruppenzugehörigkeit:  Juden / Hameln

Baum, Kurt

wurde am 30. November 1909 in Herne geboren und wohnte in Herne, Lönsstr. 29a.
Er war Insasse des Zuchthauses Hameln vom 6. Juli 1937 bis 19. Oktober 1939.
Im KZ Buchenwald wurde Baum am 5. April 1945 umgebracht.
Siehe die Darstellung im Verzeichnis der Ghetto- und KZ-Opfer unter den Zuchthausgefangenen (Kap. 2.5).

Gruppenzugehörigkeit:  Juden / Hameln

Behr, Hermann

wurde am 10. Oktober 1882 in Vilsen im Kreis Hoya geboren und wohnte in Osnabrück, Augustenburgerstr. 22. Behr war zum evangelischen Christentum konvertiert.
Er war Insasse des Zuchthauses Hameln vom 3. Januar 1939 bis 2. Oktober 1941.
Im KZ Sachsenhausen wurde Behr am 5. Dezember 1941 umgebracht.
Siehe die Darstellung im Verzeichnis der Ghetto- und KZ-Opfer unter den Zuchthausgefangenen (Kap. 2.5).

Gruppenzugehörigkeit:  Juden / Hameln

Behrendt, Gustav

wurde am 25. Juli 1880 in Hameln geboren. Er war der einzige Sohn der Eheleute Jacob und Friederike Behrendt. Der Kaufmann lebte bis zu seiner Deportation in der Bäckerstraße 25. Dort betrieb er ein Manufaktur- und Modewarengeschäft. Infolge der Boykottmaßnahmen musste er sein Geschäft aufgeben.
Am 9. November nahm die Hamelner Polizei Gustav Behrendt zusammen mit anderen jüdischen Männern in „Schutzhaft“ und sperrte ihn in das Gefängnis des Amtsgerichts. Anderntags wurde er in das Gestapo-Gefängnis Hannover verschleppt und anschließend – vermutlich für einige Monate – in das Konzentrationslager Buchenwald.
Im Alter von 61 Jahren wurde Gustav Behrendt am 31. März 1942 über Hannover-Ahlem in das Ghetto Warschau deportiert. Er gilt als „verschollen“.

Zur Erinnerung an Gustav Behrend wurde am 28. März 2014 vor dem Haus Bäckerstraße 25 ein Stolperstein verlegt.
Siehe die Webseite www.stolpersteine.geschichte-hameln.de

Gruppenzugehörigkeit:  Juden / Hameln

Behrens, Luise, geb. Behrend

wurde am 30. Juli 1893 in Hameln geboren. Sie wohnte in Gardelegen.
Am 2. April 1942 wurde sie in das Ghetto Warschau deportiert und ist dort verschollen.

Gruppenzugehörigkeit:  Juden / Hameln