Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

1.  Die Opfer unter den jüdischen Bürgern

1.1  Jüdische Bürger aus Hameln

Seite 5 von 37 Seiten - 184 Einträge
 

Blancke, Henriette

wurde am 2. (oder 10.) Februar 1885 in Hameln geboren. Ihre Eltern waren Nathan und Natalie Blancke.
Ihre Brüder Otto und Oskar wurden ebenfalls deportiert.
Henriette Blancke lebte zunächst mit ihren Eltern in der Emmernstraße 19 und zog später nach Berlin.
Am 28. März 1942 wurde die 57jährige Frau von Berlin aus in das Ghetto Piaski deportiert.
Henriette Blancke ist im Ghetto Piaski 'verschollen'.

Blancke, Oskar

wurde am 1. Juni 1879 in Hameln als Sohn der Eheleute Nathan und Natalie Blancke geboren.
Oskar Blancke lebte wie seine Schwester Henriette in Berlin.
Seine Schwester Henriette und sein Bruder Otto wurden ebenfalls deportiert.
Am 17. März 1943 wurde Oskar Blancke im Alter von 63 Jahren aus Berlin nach Theresienstadt und von dort am 9. Oktober 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert.
Oskar Blancke gilt als 'verschollen'.

Blancke, Otto

wurde am 20. September 1876 in Hameln geboren. Seine Eltern waren Nathan und Natalie Blancke.
Seine Schwester Henriette und sein Bruder Oskar wurden ebenfalls deportiert.
Otto Blancke wohnte später in Frankfurt a. Main und in Köln.
Er wurde am 22. Oktober 1941 in das Ghetto Lodz verschleppt und am 9. Mai 1942 weiter in das Vernichtungslager Chelmno.
Otto Blancke wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt im Vernichtungslager Chelmno ermordet.

Blankenberg, Elise, geb. Steeg

wurde am 14. April 1883 in Warburg geboren. Sie heiratete den Hamelner Kaufmann Moritz Blankenberg und hatte mit ihm zwei Töchter. Sie wohnte mit ihrem Ehemann bis 1936 in Hameln in der Bäckerstraße 47.
Ihr Ehemann und ihre Tochter Lotte Arensberg wurden ebenfalls deportiert.
Nach der erzwungenen Geschäftsaufgabe zogen die Eheleute am 10. Juli 1936 nach Hannover, Eichstraße 12a, zur Tochter Lotte Arensberg; seit September 1941 mussten sie im „Judenhaus“ Ohestraße 8 wohnen.
Am 15. Dezember 1941 wurde Else Blankenberg im Alter von 58 Jahren zusammen mit ihrem Ehemann in das Ghetto Riga deportiert. Der Tag ihres Todes ist nicht bekannt.

Zur Erinnerung an Elise Blankenberg und ihre Familie wurden am 28. März 2014 vor dem Haus Bäckerstraße 47 drei Stolpersteine verlegt.
Siehe die Webseite www.stolpersteine.geschichte-hameln.de

Blankenberg, Moses Moritz

wurde am 30. März 1872 in Eberschütz geboren. Er wohnte seit 1901 in Hameln. Moritz Blankenberg war mit Else Blankenberg, geb. Steeg verheiratet. Zwei Töchter gingen aus der Ehe hervor.
Seine Ehefrau und die Tochter Lotte Arensberg wurden ebenfalls deportiert.
Moritz Blankenberg hatte ein Warenhaus für Damen- und Herrenkonfektion sowie für Schuhwaren in der Bäckerstraße 47. Durch die andauernden Boykotte gezwungen musste er das Geschäft im Jahr 1936 aufgeben. Am Oktober Juli 1936 zogen die Eheleute nach Hannover, Eichstraße 12a, zur Tochter Lotte Arensberg.
Seit September 1941 wohnten sie im „Judenhaus“ Ohestraße 8.
Im Alter von 69 Jahren wurde Moritz Blankenberg zusammen mit seiner Ehefrau in das Ghetto Riga deportiert. Das Datum des Transportes war der 15. Dezember 1941. Der Tag seines Todes ist nicht bekannt. Moritz Blankenberg wurde für tot erklärt.

Zur Erinnerung an Moses Moritz Blankenberg und ihre Familie wurden am 28. März 2014 vor dem Haus Bäckerstraße 47 drei Stolpersteine verlegt.
Siehe die Webseite www.stolpersteine.geschichte-hameln.de