Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

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Borchert, Josef Walter

wurde am 2. August 1907 in Seeburg bei Rössel geboren. Der Holzkaufmann wohnte in Allenstein und lebte zuletzt in Rawa-Ruska im besetzten Galizien.
Borchert war Untersuchungsgefangener; Grund und Zeitpunkt seiner Inhaftierung sind nicht bekannt.
Borchert wurde im Zuge der Räumung frontnaher Strafanstalten im Osten mit einem Sammeltransport am 8. August 1944 in das Zuchthaus Hameln verlegt. Dieser Transport bestand aus 50 Untersuchungsgefangenen, die vermutlich aus Gefängnissen im okkupierten Polen kamen.
Dieser Transport wurde nach einer Woche, am 16. August, in das Zuchthaus Celle weitergeleitet.
Josef Borchert starb nach dem Todesmarsch vom Zuchthaus Celle zum Zuchthaus Bützow-Dreibergen am 18. Mai 1945 in Dreibergen.

Boucq, Emile

Franzose, wurde am 23. Juni 1885 in Amentrières im Departement Nord geboren. Der Hotelier wohnte in Lempres im Departement Somme.
Seit 1944 in Haft und von einem Kriegsgericht in Lille verurteilt, kam Boucq im Zuge der Räumung frontnaher Strafanstalten im Westen mit einem großen Sammeltransport aus dem Gefängnis Bochum am 22. März 1945 in das Zuchthaus Hameln.
Er wurde am 27. März 1945 mit weit über 100 Männern vor allem dieses Transportes in das Zuchthaus Celle weiterverlegt.
Emile Boucq starb nach dem Todesmarsch vom Zuchthaus Celle zum Zuchthaus Bützow-Dreibergen am 19. April 1945 in Dreibergen.

Castel, Georges

Franzose, wurde am 1. März 1918 in La Foret bei Auvray geboren. Der Bergmann wohnte in Brest, 25 Rue Keravel.
Vermutlich 1944 von einem Kriegsgericht in Brest zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, kam Castel im Zuge der Räumung frontnaher Strafanstalten im Westen mit einem großen Sammeltransport aus dem Gefängnis Bochum am 22. März 1945 in das Zuchthaus Hameln.
Er wurde am 27. März 1945 mit weit über 100 Männern vor allem dieses Transportes in das Zuchthaus Celle weiterverlegt.
Georges Castel starb nach dem Todesmarsch vom Zuchthaus Celle zum Zuchthaus Bützow-Dreibergen am 7. Mai 1945 in Bützow im 'Lazarett Mittelschule'.

Cocquereaux, Pierre

Belgier, wurde am 3. September 1919 in Molenbeek bei Brüssel geboren. Er war Arbeiter, sein Wohnort ist unbekannt. Zuletzt war er im Arbeitseinsatz in Berlin, Greifswalderstr. 221/223.
Cocquereaux saß aufgrund eines Urteils nach „Kriegssonderstrafrecht“ vom 18. August 1944 in Haft.
Cocquereaux kam am 15. Februar 1945 mit einem vielköpfigen Sammeltransport im Zuge der Räumung frontnaher Strafanstalten im Osten in das Zuchthaus Hameln, vermutlich aus dem Zuchthaus Brandenburg oder einer weiter östlich – so auch im besetzten Polen – gelegenen Strafanstalt.
Sechs Wochen später, am 27. März 1945, wurde Cocquereaux wiederum mit einem großen Sammeltransport in das Zuchthaus Celle weiterverlegt.
Pierre Cocquereaux starb nach dem Todesmarsch vom Zuchthaus Celle zum Zuchthaus Bützow-Dreibergen am 23. April 1945 in Dreibergen.

Fiedler, Wilhelm

wurde am 23. März 1906 in Möckern im Kreis Jerichow geboren. Der Kaufmann wohnte in Gahlen; zuletzt war er zur Wehrmacht eingezogen und tat Dienst beim Infanterie-Bataillon 6/337.
1940 von einem Kriegsgericht zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, wurde Fiedler am 17. Dezember 1941 in das Zuchthaus Hameln eingeliefert.
Sechs Wochen später, am 28. Januar 1942 wurde er in das Zuchthaus Celle weiterverlegt.
Wilhelm Fiedler starb nach dem Todesmarsch vom Zuchthaus Celle zum Zuchthaus Bützow-Dreibergen am 11. Mai 1945 in Dreibergen.