Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

3.  Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
 sowie den Kriegsgefangenen

3.2  Franzosen

Seite 5 von 6 Seiten - 26 Einträge
 

Thibault, Bertrand

wurde am 28. September 1941 vermutlich in Hameln geboren.
Siehe die Darstellung im Verzeichnis der Opfer unter den Kindern (Kap. 3.11.1).

Touzeau, Yves

wurde 1922 geboren. Sein Geburts- und Heimatort sowie sein Einsatzort als Zwangsarbeiter sind nicht bekannt.
Touzeau starb am 7. Mai 1945 im Hamelner DP-Lager Linsingen-Kaserne und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF A 50c). Er wurde am 7. Juli 1949 in seine Heimat Jarnac im Departement Charente umgebettet.

Truptil, Maurice

wurde am 28. Juli 1920 in Bury im Departement Oise geboren. Sein Einsatzort als Zwangsarbeiter war seit dem 29. März 1945 das Holzwerk Bock in Osterwald.
Truptil starb am 30. April 1945 im Krankenhaus Hameln an Tuberkulose und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF A 53). Er wurde am 7. Juli 1949 in seine Heimat, nach Hermes im Departement Oise in der Picardie, umgebettet.

Unbekannter Toter

Der Mann war Kriegsgefangener und damit wahrscheinlich Insasse des Gefangenenlagers in Esperde, das seit 1940 mit Franzosen und Belgiern belegt war. Die Gefangenen waren vor Ort im Arbeitseinsatz.
Der Franzose starb am 28. März 1945 in Esperde und wurde auf dem örtlichen Friedhof bestattet („1. Querweg 2. Reihe Grab 10“).

Valade, Emile

wurde am 3. Juli 1918 im Departement Haute Vienne geboren. Er kam als Kriegsgefangener nach Hameln, vermutlich in das Lager des Rüstungswerkes Preis auf dem Gelände der Hefe- und Spritwerke, des heutigen "Hefehofs". Valade wurde „beurlaubt“ und als ziviler Zwangsarbeiter im Schamotte- und Tonwerk auf dem „Hefehof“ eingesetzt.
Er starb am 14. April 1945 im Krankenhaus Hameln an „Kreislaufschwäche“ und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF A 56). Laut Kirchenbuch St. Augustinus wurde für den Verstorbenen eine „Totenmesse in der Linsingen-Kaserne“ gelesen. Valade wurde am 26. Oktober 1948 in seine Heimat, nach Saint-Yrieix-La-Perche im Departement Haute Vienne, umgebettet.