Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

 
 
Knau, Josef

wurde am 24. April 1897 in Mainz geboren. Der Silberschmied hatte in Nordafrika gelebt, war KPD-Aktivist und „Spanienkämpfer“, also Milizionär auf republikanischer Seite im Bürgerkrieg.
Kurz nach Verurteilung und Haftantritt wurde Josef Knau am 3. Juni 1942 in das Zuchthaus Hameln eingeliefert.
Mit Ablauf seiner Strafzeit am 28. Januar 1944 nahm ihn die Polizei Hameln in „Schutzhaft“ und hielt ihn bis zum 9. Februar 1944 für die Gestapo Münster im Gerichtsgefängnis fest.
Josef Knau wurde anschließend in das KZ Neuengamme verschleppt. Als das KZ am 3. Mai 1945 geräumt wurde, gehörte Knau zu den Häftlingen, die auf die „Cap Arcona“ und andere Schiffe in der Neustädter Bucht „evakuiert“ wurden. Knau kam auf die „Thielbek“, die die Briten ebenso wie die „Cap Arcona“ versehentlich bombardierten.
Josef Knau kam bei diesem Bombardement im Mai 1945 ums Leben.

Gruppenzugehörigkeit:  Zuchthausgefangene / Gestapogefängnis-Ghetto-KZ