Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
Moreau, René
Belgier, wurde am 17. Januar 1899 in Cuesmes geboren. Der Anstreicher wohnte in Mons, place St. Germain 2.
Als Widerstandskämpfer am 11. Februar 1942 in Obourg bei „Nacht und Nebel“ verhaftet und zunächst im Gefängnis von Mons festgehalten, wurde René Moreau am 7. August 1942 als NN-Gefangener heimlich nach Deutschland in das Untersuchungsgefängnis Bochum verschleppt. Das Sondergericht Essen verurteilte ihn in einem Massenprozess gegen Widerstandskämpfer am 12. November1942 wegen „verbotenen Waffenbesitzes“ zu einer drastischen Freiheitsstrafe.
Mit dem im selben Prozess ebenfalls verurteilten Camil Demeulenaere kam René Moreau am 23. Dezember 1942 in das Zuchthaus Hameln.
Mit einem Sammeltransport von 80 westeuropäischen, vor allem belgischen Widerstandskämpfern wurde René Moreau am 19./20. Mai 1943 in das Zuchthaus Sonnenburg/Neumark in Ostbrandenburg verlegt.
Vermutlich seit November 1944 war er Häftling im KZ Sachsenhausen und wohl bis zum 21. März 1945 im Außenlager Heinkel-Flugzeugwerke in Oranienburg im Arbeitseinsatz.
René Moreau starb nach dem 21. März 1945, vermutlich als eines der Opfer des mörderischen Todesmarsches von Sachsenhausen in Richtung Parchim.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Strafanstalten / Sonnenburg

