Termine im Jahr 2020

 

 

 

Oktober 2020

 

„Die Polizei Hameln in der Zeit der Weimarer Republik“

Eine Ausstellung des Vereins für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln, erarbeitet von Bernhard Gelderblom

Vom 8. September bis 4. Oktober 2020
im Hamelner Kunstkreis, Rathausplatz 4
 

Es handelt sich um eine Begleitausstellung zur Wanderausstellung der Polizeiakademie Niedersachsen unter dem Titel:
„Freunde - Helfer - Straßenkämpfer. Die Polizei in der Weimarer Republik“

 

Vortrag von Bernhard Gelderblom am Dienstag, 15. September um 19 Uhr im Kunstkreis

Offene Führungen durch die Ausstellung (Bernhard Gelderblom)
Mittwoch, 9. September um 18 Uhr
Donnerstag, 17. September um 18 Uhr

 

Einladung und Informationen zur Ausstellung als PDF

 

Februar 2020

 

 

(Donnerstag) 20. Februar 2020

Bernhard Gelderblom und Joachim Schween, Der Hamelner Stadtbaurat Schäfer.

Von 1922-1953 war Albert Schäfer als Stadtbaurat in Hameln tätig. Wie kein anderer hat seine Tätigkeit Spuren im Stadtbild hinterlassen. Bauten wie die Trauerhalle auf dem Friedhof Am Wehl entstanden noch vor dem Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg war die Schaffung preiswerten Wohnraums vordringlich. Von ihm entworfene oder beeinflusste Bauten wie die Schule am Langen Wall, die Volksbank in der Osterstraße, die restaurierte Marktkirche, aber auch die Weserberglandfesthalle, oder die Pestalozzischule sind bis heute vorbildlich.

In den Räumen des Architekturbüros Jürgens, Friedrichstr. 2, Hameln.
Donnerstag, 20. Februar, 19.00 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl.

Um Anmeldung per e-mail unter gelderblom-hameln at t-online.de bis 17. Februar wird gebeten. 

 

Januar 2020

 

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Der russische Lehrer Alexander Nepomnjaschi, geboren am 2. März 1915 in Rostow/Rostov bei Moskau, war zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt worden, wo er seit März 1944 erst auf einem Bauernhof in Frenke, bald darauf auf einem Bauernhof in Holtensen arbeiten musste. Kurz vor der Einnahme Hamelns durch die amerikanischen Soldaten am 2. April 1945 wurde er von deutschen Soldaten vermutlich wegen »Wehrkraftzersetzung« erschossen. - B. Gelderblom / M. Keller-Holte, Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont, Hameln 2013, Seite 328-329.
(Foto: 'Regionale Kultur- u. Zeitgeschichte Hameln').

(Montag) 27. Januar 2020

Offizielle Feierstunde der Stadt Hameln zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
»Kriegsende 1945 in Hameln – Die vergessenen Opfer der letzten Monate«
Ort: 'Schiller-Gymnasiums Hameln' (Gröninger Str. 15; 31785 Hameln); Mensa
Beginn: 17.00 Uhr
Eintritt frei !

Am Ende wendete sich der Zweite Weltkrieg auch gegen die deutsche Bevölkerung Hamelns. Sie wurde selbst massenhaft zum Opfer – der Bombenangriffe, willkürlicher Erschießungen, der Fememorde des »Werwolfs«.
Dies anzuerkennen darf uns nicht die Augen vor der Tatsache verschließen lassen, dass es Deutsche waren, die den Krieg begonnen und ihn als Vernichtungskrieg geführt haben.

Aleida Assmann, die Trägerin des 'Friedenspreises des Deutschen Buchhandels' des Jahres 2018, sagt dazu:

»Die Opfererfahrung der Deutschen kann umso eher zur Sprache kommen, je deutlicher die Erinnerung an die unmittelbaren Opfer des NS-Regimes gefestigt ist.«

Während des Krieges waren Tausende ausländische Männer und Frauen zur Zwangsarbeit nach Hameln verschleppt worden. Im völlig überfüllten Hamelner 'Zuchthaus' saßen unter anderem Hunderte Widerstandskämpfer aus den besetzten westlichen Ländern und deutsche NS-Verfolgte ein. Noch lebten einzelne jüdische Menschen, die bis zu diesem Zeitpunkt der Deportation entgangen waren, unter schwierigsten Bedingungen in Hameln.

Ihr aller Leben war in der Situation des Kriegsendes in höchstem Maße gefährdet. Nicht wenige dieser Menschen überlebten das Kriegsende nicht. Sie sind »die unmittelbaren Opfer des NS-Regimes«.

Gemeinsam mit Mitgliedern der 'Evangelischen Jugend Hameln', die aus historischen Quellen lesen werden, wird der Hamelner Historiker Bernhard Gelderblom, der für die diesjährige 'Feierstunde der Stadt Hameln zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus' die zeitgenössischen Quellen und Bilder zusammengestellt hat, Schicksale einzelner dieser »unmittelbaren Opfer des NS-Regimes« aus der Region Hameln schildern und erläutern.
Die Feierstunde wird musikalisch umrahmt vom Duo 'Stringendo', sprich Natalia Wiest (Violine) und Cecily Reimann (Klavier).

Der 'Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln' ist Kooperationspartner der Veranstaltung, die im Rahmen der Veranstaltungsreihe 'Hamelner Forum' stattfindet.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich! .

 

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Vier 'Stolpersteine' für die jüdische Familie Birnbaum.
Verlegt in Hameln am 27. September 2018. - Verlege-Stelle: Deisterstraße 45.
(Foto: Regionale Kultur- u. Zeitgeschichte Hameln).

(Montag) 27. Januar 2020

»5 Minuten für 6 Millionen«
Reinigen der 'Stolpersteine' in Hameln
durch Schülerinnen und Schüler des 'Viktoria-Luise-Gymnasiums'
Treffpunkt:  'Marktkirche St. Nikolai' (Pferdemarkt; 31785 Hameln)
Beginn: 7.50 Uhr

Gedenkveranstaltung
Ort: 'Marktkirche St. Nikolai' (Pferdemarkt; 31785 Hameln)
Beginn : 9.45 Uhr

Rund 150 Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs des 'Viktoria-Luise-Gymnasiums-Hameln' werden in einer Gedenkveranstaltung an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern und die in der Stadt Hameln verlegten 78 'Stolpersteine' reinigen und wieder zum Glänzen bringen.

Zu jedem 'Stolperstein' werden die Schülerinnen und Schüler persönliche Worte im Gedenken an die Schicksale der Opfer sprechen, an die mit jedem 'Stolperstein' in Hameln erinnert wird, und jeweils eine weiße Rose niederlegen.
Die Veranstaltung steht unter dem Motto »5 Minuten für 6 Millionen«. Jedem in Hameln gelegten 'Stolperstein' widmen die Jugendlichen fünf Minuten, um der sechs Millionen jüdischen Opfer des NS-Völkermordes zu gedenken, womit sie zeigen wollen, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht vergessen sind, dass Antisemitismus und Rassismus in unserer Gesellschaft keinen Platz haben.

Das Projekt »5 Minuten für 6 Millionen« findet erstmals in Hameln statt. Initiiert und vorbereitet wurde es von Silvia Büth, der Kirchenkreisjugendwartin der 'Evangelischen Jugend Hameln-Pyrmont', sowie von dem Hamelner Historiker Bernhard Gelderblom.

Im Anschluss an die Reinigung der 'Stolpersteine' kommen die Schülerinnen und Schüler in der Hamelner 'Marktkirche St. Nikolai' zu einer Gedenkveranstaltung zusammen, in der einzelne Schülergruppen exemplarische Schicksale vorstellen werden. Neben jüdischen Biographien werden hierbei auch Biographien von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern sowie von Insassen des Hamelner 'Zuchthauses' vorgetragen. Musikalisch wird die Gedenkveranstaltung begleitet vom Leistungskurs Musik von Dr. Matthias Rheinländer.

Hamelner Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zu dieser Gedenkveranstaltung eingeladen.
Der 'Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln' ist Kooperationspartner der Veranstaltung.
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich! .

 

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Symbolhaft für die Verbrechen des Nationalsozialismus: Auschwitz.
(Foto: 'Regionale Kultur- u. Zeitgeschichte Hameln').

 

(Montag) 27. Januar 2020

'Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus' /
'Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust'

Der 27. Januar, der Jahrestag der Befreiung der Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau sowie der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz durch sowjetische Soldaten der Roten Armee, ist am 3. Januar 1996 durch Proklamation des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog als bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag eingeführt und zum 'Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus' erklärt worden.

Zur Einführung des Gedenktages sagte der damalige Bundespräsident Roman Herzog:

»Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.«

Der 27. Januar ist seit dem Jahre 2006 auch weltweit ein Gedenktag, nachdem die Vereinten Nationen am 1. November 2005 durch 'UN-Resolution 60/7' diesen Tag zum 'Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust' erklärt hatten.

In Zeiten eines wiedererstarkenden Antisemitismus sowie eines bedrohlichen »Rucks nach Rechts«, der durch Deutschland geht, ist die Auseinandersetzung mit dem Holocaust und seinen Folgen wichtiger denn je: Gegen das Vergessen!

 
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