Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

3.  Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
 sowie den Kriegsgefangenen

3.11  Die Opfer unter den Kindern

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Grassinova, Valeria

wurde 1944 geboren. Vermutlich war ihre polnische Mutter in Holzminden im Arbeitseinsatz.
Der Säugling starb am 22. Dezember 1944 im Stadtkrankenhaus Hameln. Valeria wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF C 4).

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont

Hapanowa, Tamara

wurde am 9. Mai 1944 im „Ostarbeiterlager“ Kuhbrückenstraße 17 in Hameln geboren. Ihre Mutter Natalia aus Orlaske im Gebiet Klintnja in der Sowjetunion musste in der Hamelner Rüstungsfabrik Domag arbeiten.
Das Kind starb am 16. September 1944 im „Ostarbeiterlager“ an einem Darmkatarrh und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF B 42). Ihr Name und die Lebensdaten stehen – neben anderen – auf einer der Grabstelen, die der Volksbund in den 1950er Jahren setzen ließ.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont

Hermans, Jean Pierre

wurde am 14. Januar 1945 in Hameln geboren. Seine Mutter war die ledige Handschuhnäherin Maria Hermans, eine Niederländerin, sein Vater der Arbeiter Georges Francois aus Paris.
Das Kind starb im Alter von drei Monaten am 12. April 1945 und wurde auf dem Friedhof Wehl bestattet (Feld C Ia/12).

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont

Hidrowez, Emilia

wurde am 20. Februar 1945 in Hameln geboren, vermutlich im Granum-Lager, Wertheimerstraße 26. Ihre Mutter Wladyslawa, eine Polin, stammte aus Glusk-Poleskoje und musste bei der Futtermittelfabrik Granum arbeiten.
Das Kind starb am 3. Mai 1945 im Alter von knapp drei Monaten infolge eines Unfalls und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF C 6).

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont

Hordienko, Lyda

wurde am 3. Juli 1944 in Hannover geboren. Ihre Mutter, eine sowjetische Zwangsarbeiterin vermutlich aus der Ukraine, musste in Hannover-Leinhausen, Einbeckerstr.1, im „Lager Eichholz“ leben.
Der Säugling starb am 29. Oktober 1944, gut zwei Wochen nach seiner Aufnahme, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an einer Lungenentzündung und wurde auf dem Seelhorster Friedhof in Hannover bestattet (Abt. 18 d Nr. 140).

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt