Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
3. Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
sowie den Kriegsgefangenen
3.11 Die Opfer unter den Kindern
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Kasus, Sofia
wurde am 12. Januar 1945 in Korzila in Polen geboren. Ihre Eltern, Joseph und Maria Kasus, geb. Mischak, derzeit vermutlich polnische Zwangsarbeiter, mussten nach Kriegsende in Hannover-Letter im in einem DP-„Polenlager“ leben.
Der Säugling starb am 6. August 1945, zwei Wochen nach seiner Aufnahme, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Kreislaufschwäche“ und wurde auf einem nicht genannten Friedhof in Hannover bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt
Kesko, Antoni
wurde am 20. Mai 1942 in Minsk geboren. Seine Eltern, die Sowjetbürger Antoni und Nina Kesko, mussten in der Hamelner Rüstungsfabrik Kaminski arbeiten.
Das Kind starb zweijährig am 18. August 1944 im Lager Kaminski in der Kuhbrückenstraße an einer Lungenentzündung und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF B 33). Sein Name und die Lebensdaten stehen – neben anderen – auf einer der Grabstelen, die der Volksbund in den 1950er Jahren setzen ließ.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont
Kizselewa, Vera Irene
wurde am 2. Dezember 1935 in Ruthe bei Sarstedt im Landkreis Hildesheim geboren. Ihre aus Polen stammenden Eltern, Fedor und Janina Kizselew waren auf Rittergut Remme in Bredenbeck im Landkreis Hannover als Zwangsarbeiter im Einsatz.
Das Kind starb am 17. März 1944 im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Gehirnhautentzündung“ und wurde auf dem Friedhof Bredenbeck bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt
Kolodynskow, Ludwig
wurde am 31. Januar 1944 als Zwillingskind in Thüste geboren. Seine Mutter Kazimiera stammte aus Michow im Kreis Pulawy, Polen, und war seit April 1943 auf einem hiesigen Hof als Zwangsarbeiterin im Einsatz.
Der Junge starb wie sein Bruder nach wenigen Tagen, am 5. Februar 1944, und wurde zusammen mit seinem Bruder Stanislaw auf dem örtlichen Friedhof im „Kinderreihengrab Nr. 5“ bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont
Kolodynskow, Stanislaw
wurde am 31. Januar 1944 als Zwillingskind in Thüste geboren. Seine Mutter Kazimiera stammte aus Michow im Kreis Pulawy, Polen, und war seit April 1943 auf einem hiesigen Hof als Zwangsarbeiterin im Einsatz.
Der Junge starb wie sein Bruder nach wenigen Tagen, am 6. Februar 1944, und wurde zusammen mit seinem Bruder Ludwig auf dem örtlichen Friedhof im „Kinderreihengrab Nr. 5“ bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont


