Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
2. Die Opfer unter den Gefangenen des Zuchthauses Hameln
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Buchart, August
wurde am 11. März 1917 in Dortmund geboren. Der Maschinenarbeiter wohnte in Dortmund, Gutheilstr. 37.
Zwei Wochen zuvor nach „Kriegssonderstrafrecht“ zu einer hohen Freiheitsstrafe verurteilt, wurde Buchart am 15. März 1944 in das Zuchthaus Hameln verlegt.
August Buchart starb nach der Befreiung am 14. April 1945 im Zuchthaus und wurde am 17. April 1945 auf dem Friedhof Wehl ohne Sarg in einem doppelt belegten Grab bestattet (Feld C I/123).
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Hameln
Buchhorn, Heinrich Johann
wurde am 26. Oktober 1893 in Closter im Kreis Dannenberg geboren. Der Landwirt wohnte in Schlanze Nr. 6 im Kreis Dannenberg.
Grund und Zeitpunkt seiner Inhaftierung sind nicht bekannt.
Buchhorn kam vermutlich im Zuge der Räumung frontnaher Strafanstalten im Westen mit einem vielköpfigen Sammeltransport aus dem Zuchthaus Remscheid-Lüttringhausen am 2. November 1944 in das Zuchthaus Hameln.
Heinrich Buchhorn starb am 2. April 1945 im Zuchthaus und wurde auf dem Friedhof Wehl ohne Sarg in einem doppelt belegten Grab bestattet (Feld C I/122). Er erhielt im Jahr 1949 einen beschrifteten Grabstein, der in Uelzen – sicherlich im Auftrag seiner Familie – angefertigt wurde.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Hameln
Buchmann, Max
wurde am 4. Juni 1890 in Eisleben geboren. Der Kaufmann wohnte in Magdeburg, Kleine Münzstr. 3.
Seit 1938 in Haft, wurde Buchmann am 22. Mai 1941 in das Zuchthaus Hameln gebracht, um hier bis zum 13. November das letzte halbe Jahr seiner Haftzeit abzusitzen.
Anschließend verfrachtete ihn die Polizei Hameln als „Schutzhäftling“ in das Gerichtsgefängnis Hameln, von wo er am 19. November 1941 der Gestapo Magdeburg „zugeführt“ wurde. Seit 1. Januar 1942 Insasse im KZ Buchenwald, wurde Buchmann dort am 8. August 1942 um sein Leben gebracht.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Gestapogefängnis-Ghetto-KZ
Bunk, Heinrich
wurde am 27. Oktober 1883 in Edelak bei Kämpenberg im Kreis Süderdithmarschen geboren. Der Landarbeiter wohnte in Moorbleck bei Rendsburg.
Seit 1942 in Haft und am 31. März 1943 nach „Kriegssonderstrafrecht“ verurteilt, wurde Bunk am 21. April 1943 in das Zuchthaus Hameln verlegt.
Heinrich Bunk starb 60jährig am 6. April 1944 im Zuchthaus und dürfte auf dem Friedhof Wehl bestattet worden sein.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Hameln
Busch, Erich
wurde am 2. April 1885 in Mönchengladbach geboren. Der Buchhandlungs-Gehilfe wohnte in Düsseldorf-Hubbelrath, Metzkausen 79.
Seit 1935 politischer Gefangener, wurde Busch am 25. März 1936 für gut drei Jahre in das Zuchthaus Hameln eingeliefert.
Seine Entlassung am 19. März 1939 bedeutete „Übergabe“ an die Polizei Hameln, die ihn als „Schutzhaftgefangenen“ in das Gerichtsgefängnis brachte. Nach dreitägigem Zwischenaufenthalt übernahm ihn die Gestapo Düsseldorf, die ihn in das KZ Sachsenhausen deportierte. Seit 6. September 1940 Häftling im KZ Dachau, starb Busch am 31. Januar 1942.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Gestapogefängnis-Ghetto-KZ


