Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
3. Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
sowie den Kriegsgefangenen
3.11 Die Opfer unter den Kindern
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Konwiska (oder Stonwiska), Vera
wurde um den 27. April 1945 vermutlich in Hannover geboren. Ihre Eltern, ehemalige polnische Zwangsarbeiter, lebten nach Kriegsende in Hannover-Vinnhorst im DP-„Lager Schulenburgerlandstraße“.
Das Kind starb am 5. Juli 1945, noch am Tag seiner Aufnahme, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Brechdurchfall“ und wurde auf einem nicht genannten Friedhof in Hannover bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt
Korenskowa, Lydia
kam am 5. August 1944 im „Ostarbeiterlager“ Kuhbrückenstraße in Hameln als Frühgeburt zur Welt. Ihre Mutter Maria stammte aus Kramatorskaja im Gebiet Stalino in der damaligen Sowjetunion. Sie musste in der Hamelner Rüstungsfabrik Domag arbeiten.
Das Kind, eine Frühgeburt, starb nach zwei Wochen, am 21. August 1944 im „Ostarbeiterlager“. Lydia wurde auf dem Deisterfriedhof, Abt. Kinderfriedhof, bestattet (Nord III /1).
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont
Kostrzewski, Stanislaw
wurde am 6. Juli 1947 vermutlich in Bad Münder geboren. Über die polnische Mutter des Kindes ist nichts bekannt.
Stanislaw starb am 13. September 1947 und wurde auf einem örtlichen Friedhof bestattet. Mit der Umbettung Anfang der 1950er Jahre auf die zentrale „Ehrenstätte für Fremdarbeiter und andere Ausländer“ in Bad Münder hat Stanislaw einen beschrifteten Grabstein erhalten.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont
Koterba, Theofil
wurde am 20. Dezember 1943 in Hastenbeck geboren. Seine Eltern, die Polen Agnieszka und Tomasz Koterba, stammten aus Kluski im Kreis Wielun und mussten seit 1942 auf Gut Hastenbeck arbeiten.
Das Kind starb am 6. Februar 1945 und wurde auf dem örtlichen Friedhof bestattet (Grab-Nr. 283). Das Grab erhielt einen beschrifteten Grabstein.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont
Kowalsewskiego, Krzysztofa-Zbigniewa
wurde am 14. Februar 1946 vermutlich in Hannover geboren. Ihre Eltern, Constantin Kowalsewskiego und Eugenia, geb. Sosnowska, ehemalige polnische Zwangsarbeiter, lebten in Hannover-Misburg, Waldwinkel 49.
Das Kind starb am 7. März 1946, drei Tage nach seiner Aufnahme, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Sepsis und Oberschenkelphlegmonie“ und wurde auf dem Friedhof Misburg bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt


