Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

3.  Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
 sowie den Kriegsgefangenen

3.11  Die Opfer unter den Kindern

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Kowalski, Richard

wurde am 17. November 1945 vermutlich in Hannover-Empelde geboren, denn seine Eltern lebten als ehemalige polnische Zwangsarbeiter nach Kriegsende im hannoverschen DP-Lager Empelde.
Das Kind starb am 28. November 1945, fünf Tage nach seiner Aufnahme, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Spina bifida“ (offenem Rücken) und wurde auf einem nicht genannten Friedhof in Hannover bestattet.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt

Krus, Alicia

wurde am 2. März 1945 in Miesterhorst im Kreis Gardelegen geboren. Die Eltern, derzeit Zwangsarbeiter aus Polen, lebten mit ihrer kleinen Tochter nach Kriegsende im hannoverschen DP-Lager Mühlenberg.
Das Kind starb am 3. Februar 1946, noch am Tag seiner Aufnahme, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Bronchopneumonie, Rachitis“ (Lungenentzündung, Knochenerkrankung) und wurde auf dem Friedhof Wettbergen bei Hannover bestattet.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt

Kruzinowska, Isabella

wurde am 19. Mai 1944 in Hameln geboren. Ihre Mutter Marja, eine Schneiderin, stammte aus Orle in Polen und musste seit Oktober 1943 auf einem Bauernhof in Reinerbeck arbeiten. Nach Einlieferung des Kindes in das Kinderlager Hemeringen am 17. September 1944 musste die Mutter auf einen Flakenholzer Hof wechseln.
Wenige Monate alt starb Isabella am 4. Oktober 1944 im „Kinderlager“ Hemeringen und wurde wie sieben weitere tote Kinder am Rande des örtlichen Friedhofs bestattet. Die acht Gräber erhielten Holzkreuze und wurden später - vermutlich nach Ablauf der üblichen Liegezeit - eingeebnet.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Hemeringen

Kubiak, Damyta (Danuta)

wurde am 1. Juni 1945 in Klötze in der Altmark geboren. Ihre Eltern Josef und Sofia Kubiak, geb. Brauer, lebten als ehemalige polnische Zwangsarbeiter in Hannover-Empelde im DP-„Lager 24“.
Der Säugling starb am 31. Oktober 1945 im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Tuberkulose“ sowie „Herz- und Kreislaufschwäche“ und wurde auf dem Friedhof in Empelde bestattet.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt

Kubicki, Eduard

wurde am 14. Juni 1944 im „Ausländer-Wöchnerinnenheim“ in Hannover-Godshorn geboren. Seine Mutter Kazimiera musste als polnische Zwangsarbeiterin in Hannover-Vinnhorst im Lager Hansastr. 10 leben.
Der Säugling starb 12. Juli 1944 im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Ernährungsstörung“ und wurde auf dem Seelhorster Friedhof in Hannover (Abt. 18, Nr. 2/3) bestattet.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt