Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
3. Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
sowie den Kriegsgefangenen
3.11 Die Opfer unter den Kindern
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Kucharska, Danuta Wladislawa
wurde am 5. Juli 1945 in Hannover, Am Mittelfelde 38-40, geboren. Ihre ledige Mutter Wladislawa lebte als ehemalige Zwangsarbeiterin in Hannover-Empelde im DP-„Lager 169“.
Das Kind starb am 19. Dezember 1945 im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Ernährungsstörung mit anschließender Herzmuskelschädigung“. Danutas Bestattungsort ist nicht bekannt.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt
Kujawa, Waclaw
wurde am 3. März 1946 vermutlich in Hannover geboren, denn seine Eltern, Waclaw Kujawa und Lucia, geb. Wolmka, lebten als ehemalige polnische Zwangsarbeiter in einem DP-Lager in Hannover-Bothfeld.
Das Kind starb am 6. April 1946, noch am Tag seiner Aufnahme, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an einer Augenentzündung und wurde auf dem Seelhorster Friedhof in Hannover bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt
Kuleta, Stanislaw
wurde am 9. Januar 1945 in Eldagsen geboren. Seine Mutter Maria war Polin und stammte aus Radeszisca im Kreis Dworska. Sie musste in Eldagsen Zwangsarbeit leisten.
Mit seiner Mutter ins Stadtkrankenhaus Hameln gebracht, starb der Säugling am 16. Januar 1945 im Alter von einer Woche an „allg. Schwäche“ und „Ernährungsstörungen“. Stanislaw wurde auf dem Deisterfriedhof, Abt. Kinderfriedhof, bestattet (Nord III /32). Seine Mutter Maria überlebte das Wochenbett nicht. Sie scheint in seinem Grab mit bestattet worden zu sein.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont
Kursakowa, Valeria
wurde am 28. Januar 1944 in Hameln geboren. Ihre Mutter Antonina war sowjetische Zwangsarbeiterin. Valeria kam am 19. Juli 1944 ins Kinderlager Hemeringen, in dem ihre Mutter als Pflegekraft arbeiten musste.
Das Kind starb am 15. Januar 1945 kurz vor ihrem ersten Geburtstag und wurde wie sieben weitere tote Kinder am Rande des örtlichen Friedhofs bestattet. Die acht Gräber erhielten Holzkreuze und wurden später - vermutlich nach Ablauf der üblichen Liegezeit - eingeebnet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hemeringen
Kutschinska (oder Kutulinska), Katja
wurde am 29. Mai 1944 in Wallensen geboren. Ihre Mutter Maria stammte aus Zmolka im Gebiet Schepetowka in der Sowjetunion und musste seit Juni 1942 auf einem hiesigen Bauernhof arbeiten.
Das Kind starb am 21. Dezember 1944 im Alter von sieben Monaten an „Krämpfen“ und wurde Heiligabend auf dem Gemeindefriedhof Wallensen bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont


