Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
3. Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
sowie den Kriegsgefangenen
3.11 Die Opfer unter den Kindern
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Kuzenko, Stefan
wurde am 30. Dezember 1946 in einem DP-Lager (englisch: DP-Camps, DP: Displaced Person) in Bennigsen geboren. Die ukrainischen Eltern Zofija und Theodor waren seit 1941/42 in Klein Berkel als Zwangsarbeiter im Einsatz gewesen.
Der Säugling starb am 3. Mai 1947 in Hameln an „Ernährungsstörungen“ und wurde auf dem 'alten Kriegsgefangenenfriedhof' am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF C 26).
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont
Lebedewa, Ira
wurde am 5. Juni 1939 in Karebij im Kreis Mogilew in Weißrussland geboren. Ihre Mutter Maria musste in der Hamelner Rüstungsfabrik Kaminski arbeiten.
Das fünfjährige Kind kam zusammen mit seiner Mutter Maria am 5. April 1945 beim Artilleriebeschuss Hamelns in einem Splittergraben ums Leben und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF D 20). Ihr Name und die Lebensdaten stehen – neben anderen – auf einer der Grabstelen, die der Volksbund in den 1950er Jahren setzen ließ.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont
Lechka, Jan
wurde am 11. (oder 10.) November 1944 im „Ausländer-Wöchnerinnenheim“ in Hannover-Godshorn geboren. Seine Mutter Minudora, eine sowjetische Zwangsarbeiterin aus Russland, musste in Hannover, Kohlrauchstr. 23, leben.
Der Säugling starb am 24. November 1944, vier Wochen nach seiner Aufnahme, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Ernährungsstörung“ und wurde auf dem Seelhorster Friedhof in Hannover (Abt. 36 e, Nr. 74) bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt
Lemaire, Noella
wurde am 19. Februar 1944 in Rechicourt geboren. Ihre Eltern, Meninier und Noella Lemaire, geb. Lachert, vermutlich französische Zwangsarbeiter, mussten in Hannover in einem Lager leben.
Das Kind starb wenige Tage nach seiner Aufnahme, am 21. (oder 24.) Januar 1945, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Lungenentzündung“ und wurde auf dem Seelhorster Friedhof in Hannover (Abt. 18 d Nr. 164) bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt
Lentschuk, Wladislaw
wurde am 4. Januar 1945 in Hameln geboren.
Der Säugling, über dessen polnische Mutter nichts bekannt ist, starb vier Wochen später am 31. Januar 1945 in Marienau und wurde auf dem örtlichen Friedhof bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont


