Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
3. Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
sowie den Kriegsgefangenen
3.11 Die Opfer unter den Kindern
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Malkowind, Siegmund
wurde am 3. November 1944 in Lemberg geboren. Seine ledige Mutter Janina war als polnische Zwangsarbeiterin in Hannover-Linden, Fannystr. 1, einquartiert.
Der Säugling starb am 30. März 1945 im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Darmkatarrh“ und wurde in Nienstedt am 11. April 1945 in einem „Massengrab“ bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt
Marczewska, Barbara
wurde am 9. Juni 1945 in Hameln geboren. Ihre ledige Mutter Kazimiera stammte aus Kutno in Polen. Als ehemalige Zwangsarbeiterin war sie im DP-Lager Scharnhorstkaserne untergebracht.
Das Kind starb am 21. August 1945 im UNRRA-Hospital Hermannschule im Alter von zwei Monaten an „Ernährungsstörungen“ und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF C 13). Ihr Name und die Lebensdaten stehen – neben anderen – auf einer der Grabstelen, die der Volksbund in den 1950er Jahren setzen ließ.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont
Marre, Rika
wurde um 19. Januar 1945 vermutlich in Hannover geboren. Ihre niederländischen Eltern, derzeit vermutlich Zwangsarbeiter, lebten in Hannover-Kirchrode, Ernststr. 5.
Das Kind starb am 19. Mai 1945, vier Wochen nach seiner Aufnahme, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Pneumonie“ und wurde an einem unbekannten Ort bestattet (möglicherweise auf dem Seelhorster Friedhof in Hannover).
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt
Martelé, Renata Maria
wurde am 9. Oktober 1944 in Hameln geboren. Nach der Befreiung zog sie mit ihrer belgischen Mutter Suzanne ins DP-Lager Linsingen-Kaserne.
Dort starb der Säugling im Alter von sieben Monaten am 3. Mai 1945 und wurde auf dem Friedhof Wehl bestattet (Feld C Ia/18).
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont
Martschewska, Sovra
wurde am 18. Februar 1946 vermutlich in Hannover geboren, denn ihre Eltern, ehemalige sowjetische Zwangsarbeiter aus der Ukraine, lebten in Hannover, im DP-Lager Möckernstraße 9 (Nordringkaserne).
Das Kind, eine Frühgeburt, starb am 25. Februar 1946, fünf Tage nach seiner Aufnahme, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Bronchopneumonie“ und wurde auf einem nicht genannten Friedhof in Hannover bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt


