Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
3. Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
sowie den Kriegsgefangenen
3.11 Die Opfer unter den Kindern
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Pawlik, Erika
wurde am 25. Mai 1944 in Börry geboren. Ihre Mutter Hanna stammte aus dem ukrainischen Poltawa und musste im Dorf auf einem Bauernhof arbeiten.
Der Säugling starb knapp zwei Wochen später, am 4. Juni 1944, und wurde auf „hiesigem Friedhof unter den Kindergräbern“ bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont
Pedzich, Jerzy Rynard
wurde am 30. Juni 1945 in Hannover geboren. Seine ledige Mutter Michalina, vermutlich eine Polin, lebte als ehemalige Zwangsarbeiterin im DP-Lager in Hannover-Empelde.
Der Säugling starb am 26. August 1945 im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „allgemeiner Körperschwäche und Ernährungsstörung“ und wurde in Nienstedt bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt
Pelka, Monika
wurde am 27. Juli 1944 in Kemnade geboren. Ihre polnische Mutter Janina war dort im Arbeitseinsatz.
Das Kind starb nach knapp drei Wochen, am 15. August 1944, in Kemnade an Brechdurchfall und wurde auf dem „Ausländerfriedhof“ im Junkersgrund südlich von Bodenwerder bestattet.
Auf dem Friedhof mit insgesamt sechs erhaltenen Gräbern ist von den Bürgern von Bodenwerder ein Denkstein mit einer Erinnerungstafel gesetzt worden.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont
Petrow, Dimitri
wurde am 19. Mai 1941 in Nowaja im Kreis Leningrad in Rußland geboren. Seine Mutter Marija musste seit Mai 1943 bei einem Pyrmonter Gastwirt arbeiten und seit Juni 1943 in der Hamelner Rüstungsfabrik Domag.
Das Kind starb am 28. Mai 1944 im „Ostarbeiterlager“ Kuhbrückenstraße im Alter von drei Jahren an „Krämpfen“ und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF B 14). Sein Name und die Lebensdaten stehen – neben anderen – auf einer der Grabstelen, die der Volksbund in den 1950er Jahren setzen ließ.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont
Podyma (und Polinski), Eduard
wurde am 25. Januar 1945 in Westerburg geboren. Seine ledige Mutter Eva, musste als Zwangsarbeiterin in Hannover-Kleefeld leben. Der Nachname Polinski, der ebenfalls verzeichnet ist, dürfte auf den Vater deuten. Wahrscheinlich haben die Eltern unmittelbar nach Kriegsende geheiratet.
Das Kind starb am 28. August 1945 im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Ernährungsstörung, Kreislaufschwäche“ und wurde in Nienstedt bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt


