Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

3.  Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
 sowie den Kriegsgefangenen

3.11  Die Opfer unter den Kindern

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Rutschenko, Galina

wurde am 10. April 1944 geboren. Der Einsatzort ihrer vermutlichen Mutter Olga, die aus der Sowjetunion kam, ist nicht bekannt.
Der Säugling starb am 26. April 1944 in Alter von zwei Wochen und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet. Ihr Name und die Lebensdaten stehen – neben anderen – auf einer der Grabstelen, die der Volksbund in den 1950er Jahren setzen ließ.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont

Ruzsovics, Inge

wurde am 1. Januar 1944 in Engerau bei Bratislawa in der Slowakei geboren. Ihre vermutlich slowakischen Eltern Johannes und Margarete Ruzsocivs, geb. Schilka, lebten – möglicherweise als Zwangsarbeiter – in Hannover, Lennéstr. 14.
Das Kind starb am 21. Februar 1945 im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Lungen- und Rippenfellentzündung“. Inges Bestattungsort ist nicht bekannt.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt

Rybak, Johann

wurde am 24. Februar 1943 in Bad Münder geboren. Seine namentlich nicht bekannte Mutter wird polnische Zwangsarbeiterin in Bad Münder gewesen sein.
Der Säugling starb am 2. Mai 1943 an „Schwäche“ und wurde auf dem Friedhof Bad Münder bestattet. Mit der Umbettung Anfang der 1950er Jahre auf die zentrale „Ehrenstätte für Fremdarbeiter und andere Ausländer“ in Bad Münder hat Johann einen beschrifteten Grabstein erhalten.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont

Rzepka, Halina

wurde am 10. April 1944 in Hameln geboren. Ihre Mutter Czeslawa stammte aus Lubin im Kreis Leslau, Polen, und musste als Hausgehilfin Zwangsarbeit im Hamelner Hotel „Bremer Schlüssel“ in der Wendenstraße 13 leisten.
Dort starb der Säugling nach sechs Wochen, am 26. Mai 1944, an Krämpfen und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF B 21).

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont

Sadowski, Tadeusz

wurde am 17. Dezember 1943 in Hameln geboren.
Seine ledige Mutter Janina stammte aus Warschau und musste seit Dezember 1942 in Möbelfabriken in Lauenstein und Münder Zwangsarbeit leisten, bevor sie im Dezember 1943 auf einen Hof in Oldendorf kam.
Tadeusz starb im Alter von sechs Wochen, am 27. Januar 1944, laut offiziellen Angaben an „Lungenentzündung“ und wurde auf dem Friedhof in Oldendorf bestattet.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont