Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

3.  Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
 sowie den Kriegsgefangenen

3.11  Die Opfer unter den Kindern

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Schwiderska, Anna

wurde am 18. Oktober 1944 in Hamburg geboren. Ihre ledige Mutter Sophia, derzeit polnische Zwangsarbeiterin, lebte nach Kriegsende in einem Lager, das zur großen Munitionsfabrik bei Steyerberg-Liebenau im Landkreis Nienburg gehört hatte.
Das Kind starb am 23. Juli 1945, drei Wochen nach seiner Aufnahme, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Gehirnhautentzündung“ und wurde in Nienstedt bestattet.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt

Schwilska, Veronika Edith

wurde am 12. August 1945 in Hannover geboren. Ihre ledige Mutter Rosalia war Polin und lebte als ehemalige Zwangsarbeiterin in Krähenwinkel Nr. 6 im Landkreis Hannover.
Der Säugling starb am 24. September 1945 im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Kreislaufschwäche“ und wurde auf dem Ricklinger Stadtfriedhof in Hannover bestattet (Abt. 23d Nr. 184).

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt

Singakowa, Halina

wurde am 20. Juni 1944 in Bad Pyrmont geboren. Ihre Mutter Antonina stammte aus Kursk in Rußland und war seit Juni 1942 in der Pyrmonter Hagenerstraße im Arbeitseinsatz.
Der Säugling wurde am 19. August ins Kinderlager Hemeringen geschafft und starb dort nach wenigen Tagen, am 22. August 1944. Halina wurde wie sieben weitere tote Kinder am Rande des örtlichen Friedhofs bestattet. Die acht Gräber erhielten Holzkreuze und wurden später - vermutlich nach Ablauf der üblichen Liegezeit - eingeebnet.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Hemeringen

Siniechinow, Andrzej Slawomir

wurde am 3. Januar 1946 in Hameln geboren, vermutlich im DP-Lager Linsingen-Kaserne (englisch: DP-Camp, DP: Displaced Person). Über seine polnische Mutter ist nichts bekannt.
Der Säugling starb im Alter von vier Wochen wie seine Mutter Maria am 31. Januar 1946 an Lungenentzündung und wurde auf dem 'alten Kriegsgefangenenfriedhof' am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF C 22).

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont

Sinkerciute, Alfred

wurde um den 16. März 1944 vermutlich in Hannover geboren, denn als Adresse wird Hannover, Lager Büttnerfeld, genannt. Der Nachname dürfte ein Hinweis auf eine litauischer Herkunft sein. Das Kind wurde am 26. August 1944 sterbend in das „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt eingeliefert.
Alfred starb noch am selben Tag aus unbekannten oder nicht genannten Gründen und wurde auf dem Seelhorster Friedhof in Hannover bestattet.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt