Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
3. Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
sowie den Kriegsgefangenen
3.11 Die Opfer unter den Kindern
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Slynko, Alexandra
wurde am 23. Juli 1945 vermutlich in Hannover geboren, denn ihre vermutlich ledige Mutter Katja, eine ehemalige sowjetische Zwangsarbeiterin vermutlich aus der Ukraine, lebte als DP in Hannover, Nettelbeckstr. 2.
Das Kind starb am 31. August 1946 im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Pneumonie“ (Lungenentzündung). Alexandras Bestattungsort ist nicht bekannt.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt
Smaga, Genovefa Margareta
wurde am 8. April 1944 in Wördeholz geboren. Ihre Mutter Genovefa war Polin und stammte aus Szymanow im Kreis Ilza. Sie musste seit 1940 in der Revierförsterei Herkendorf-Wördeholz arbeiten. Nach der Geburt kam sie auf einen Hof in demselben Dorf. Das Kind wurde am 23. Juli 1944 zusammen mit seiner etwas älteren Schwester ins Kinderlager Hemeringen verschleppt.
Von dort kam Genovefa ins Hamelner Krankenhaus, wo sie am 19. Oktober 1944 an „Verdauungsstörungen“ starb. Genovefa wurde auf dem "alten Kriegsgefangenenfriedhof" am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (KGF C 2). Ihr Name und die Lebensdaten stehen - neben anderen - auf einer der Grabstelen, die der Volksbund in den 1950er Jahren setzen ließ.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hemeringen
Smirnow, Wladimir
wurde am 12. Mai 1944 in Hameln geboren, vermutlich im „Ostarbeiterlager“ Kuhbrückenstraße. Seine Eltern Olga und Nikolai stammten aus dem Gebiet Leningrad in Rußland und mussten in der Rüstungsfabrik Kaminski arbeiten.
Das Kind starb am 7. Januar 1945 im Alter von acht Monaten im „Ostarbeiterlager“ Kuhbrückenstraße an einer Lungenentzündung und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF C 5).
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont
Smus, Stefan
wurde am 1. August 1943 in Posteholz geboren. Seine polnischen Eltern und älteren Geschwister waren im Mai 1943 auf Gut Posteholz zur Zwangsarbeit gekommen.
Das Kind starb im Alter von fünf Wochen am 8. September 1943 und wurde mit seiner am Tag zuvor verstorbenen Mutter Marianna in einem gemeinsamen Grab auf dem „alten Kriegsgefangenen-Friedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF B 2). Sein Name und die Lebensdaten stehen – neben anderen – auf einer der Grabstelen, die der Volksbund in den 1950er Jahren errichtet ließ.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont
Solarski, Mieczyslaw
wurde am 25. September 1945 in Hannover, Ellernstr. 16, geboren. Seine sicherlich polnischen Eltern, Heinrich Solarski und Marija Solarski, geb. Matusiewiecz, lebten als ehemalige Zwangsarbeiter im DP-Lager in Hannover-Empelde.
Der Säugling starb am 8. Februar 1946, zwei Wochen nach seiner Aufnahme, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Kreislaufschwäche“ und wurde auf dem Friedhof Empelde bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt


