Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

3.  Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
 sowie den Kriegsgefangenen

3.11  Die Opfer unter den Kindern

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Sorokow, Jurij

wurde am 14. April 1945 in Hameln geboren. Seine Mutter Maria stammte aus Rydomel im Gebiet Kamenez-Podolsk in der Ukraine, sie war seit Mai 1942 in Haverbeck und Thüste als Zwangsarbeiterin eingesetzt worden.
Das Kind starb am 4. September 1945 im Alter von fünf Monaten an Lungenentzündung und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF C 15).

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont

Soyka, Jan

wurde am 2. Oktober 1935 geboren. Der Einsatzort seiner polnischen Mutter als Zwangsarbeiterin ist nicht bekannt.
Das Kind starb am 10. Februar 1941 im Alter von knapp sechs Jahren und wurde auf dem Friedhof Wehl bestattet (Feld F III/216).

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont

Sroczinska, Viktoria

wurde am 1. August 1944 im „Ausländer-Wöchnerinnenheim“ in Hannover-Godshorn geboren. Ihre ledige Mutter Viktoria war sicherlich Polin und lebte als ehemalige Zwangsarbeiterin in Lathwehren bei Seelze in einem Lager.
Das Kind starb am 16. September 1945 im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Halsdrüsentuberkulose“. Viktorias Bestattungsort ist nicht bekannt.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt

Stachinski, Jan

wurde um die Jahreswende 1944/45 geboren, möglicherweise in Steyerberg, denn seine Mutter, derzeit polnische Zwangsarbeiterin, lebte nach Kriegsende im DP-„Lager Steyerberg“ bei Liebenau im Landkreis Nienburg.
Das Kind starb am 2. August 1945, eine Woche nach seiner Aufnahme, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Furunkulose“ und wurde auf dem Ricklinger Stadtfriedhof in Hannover bestattet (Abt. 23d Nr. 143).

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt

Stachostnaja (oder Stoschtaja/Steschastnaja), Ljuba

wurde am 22. September 1939 in Chritonkowa bei Witebsk in Weißrussland geboren. Ihre Eltern, Michael und Melanja Stachostnaja, waren als Zwangsarbeiter in einem Lager der Brinker Eisenwerke in Hannover, Brinkerhafenstraße, einquartiert.
Das Kind starb am 7. Juni 1944 im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Darmakzidose (Darmübersäuerung), allgemeine Entkräftung“ und wurde in Nienstedt bestattet.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt