Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
2. Die Opfer unter den Gefangenen des Zuchthauses Hameln
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Fikartz, Josef
wurde am 19. November 1879 in Aachen geboren. Der Gastwirtsgehilfe wohnte in Braunschweig, Rennenbergerstr. 6.
Seit 1939 in Haft, wurde Fikartz am 5. Februar 1941 für die letzten vier Monate seiner Strafe in das Zuchthaus Hameln eingeliefert.
Bei seiner Entlassung am 21. Juni 1941 nahm ihn die Polizei Hameln für die Gestapo in „Schutzhaft“. Wahrscheinlich über das Gerichtsgefängnis Hameln und die Gestapo Hannover kam Fikertz in das KZ Sachsenhausen, wo er am 17. November 1941 umkam.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Gestapogefängnis-Ghetto-KZ
Finke, Hans Christian August
wurde am 25. August 1923 in Westercappeln im Kreis Tecklenburg geboren. Der Lokomotivheizer wohnte in Georgsmarienhütte, Am Zuckerhut 5.
Seit Anfang 1941 in Haft, wurde Finke am 19. November 1941 in das Zuchthaus Hameln verlegt.
Keine 21 Jahre alt starb Hans Finke am 14. Februar 1944 im Zuchthaus-Lazarett, wo er über 10 Monate gelegen hatte, und wurde auf dem Friedhof Wehl bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Hameln
Fischer, Johann Christoph
wurde am 12. Juli 1894 in Möhrendorf im Kreis Erlangen geboren. Der Landwirt wohnte in Möhrendorf Nr. 60.
1942 inhaftiert und nach „Kriegssonderstrafrecht“ verurteilt, wurde Fischer am 16. März 1944 in das Zuchthaus Hameln verlegt.
Johann Fischer starb wenig später, am 6. Mai 1944, im Zuchthaus-Lazarett und dürfte auf dem Friedhof Wehl bestattet worden sein.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Hameln
Fischer, Martin
wurde am 12. August 1911 in Celle geboren. Der Schlachter wohnte in Hamburg, Rubenkamp 28.
Seit 1938 in Haft, wurde Fischer am 15. April 1939 in das Zuchthaus Hameln eingeliefert. Hier blieb er bis zum Ende seiner Strafzeit am 11. Dezember 1941.
An diesem Tag holte ihn die Polizei Hameln ab und brachte ihn als „Polizeigefangenen“ in das Gerichtsgefängnis Hameln, um ihn sechs Tage später an die Gestapo Hannover auszuliefern. Seit 26. Februar 1942 war Fischer Häftling im KZ Buchenwald. Dort kam er am 26. Oktober 1942 ums Leben.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Gestapogefängnis-Ghetto-KZ
Fleck, Richard Karl
wurde am 20. Mai 1897 in Grünberg/Schlesien geboren. Der Buchhalter wohnte in Berlin-Reinickendorf, Thürgauerstr. 34.
Grund und Zeitpunkt seiner Inhaftierung sind nicht bekannt.
Fleck kam im Zuge der Räumung frontnaher Strafanstalten im Osten am 15. Februar 1945 mit einem vielköpfigen Sammeltransport in das Zuchthaus Hameln, vermutlich aus dem Zuchthaus Brandenburg oder einer weiter östlich – so auch im besetzten Polen – gelegenen Strafanstalt. Er gehörte zu den über 40 Teilnehmern, die den Transport nicht lange überlebten.
Richard Fleck starb nach der Befreiung am 24. Mai 1945 im Zuchthaus und wurde auf dem Friedhof Wehl bestattet (Feld C I/130).
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Hameln


