Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
2. Die Opfer unter den Gefangenen des Zuchthauses Hameln
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Freitag, Martin
wurde am 6. Dezember 1873 in Holtheim im Kreis Büren geboren. Der Invalide wohnte in Bochum-Weitmar, Kellermannstr. 55.
Seit 1937 in Haft, wurde Freitag am 11. Juli 1939 in das Zuchthaus Hameln eingeliefert und am 6. April 1941 in das Zuchthaus Celle weiterverlegt, wo er bis zu seinem Haftende am 14. Oktober des Jahres einsaß.
Anschließend nahm ihn die Polizei Celle in „Vorbeugehaft“. Der 68-Jährige starb am 21. Januar 1942 im KZ Dachau.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Gestapogefängnis-Ghetto-KZ
Frerk, Otto August
wurde am 7. Oktober 1882 in Eisenach geboren. Der Güterbodenarbeiter wohnte in Göttingen, Schillerstr. 23.
Seit Anfang 1942 in Haft und am 27. Juli 1942 nach „Kriegssonderstrafrecht“ verurteilt, wurde Frerk am 7. Oktober 1942 in das Zuchthaus Hameln verlegt.
Zwischen Juli und Oktober 1944 war Frerk im Zuchthaus-Außenlager Holzen zum mörderischen Arbeitseinsatz. Die erlittenen Strapazen ließen ihn immer wieder erkranken, so dass er als "nicht außenarbeitsfähig" nach Hameln zurückverlegt wurde.
Otto Frerk starb am 7. Februar 1945 im Zuchthaus und wurde auf dem Friedhof Wehl bestattet (Feld C I/83). 1946 ließ ihm seine Ehefrau einen beschrifteten Grabstein setzen.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Hameln
Frese, Heinrich,
wurde am 4. März 1885 in Beppen im Kreis Verden/Aller geboren. Der Landwirt wohnte in Dibbersen im Kreis Braunschweig.
Grund und Zeitpunkt seiner Inhaftierung sind nicht bekannt.
Frese wurde am 15. Februar 1945 in das Zuchthaus Hameln verlegt, wohl mit einem vielköpfigen Sammeltransport, der vermutlich im Zuge der Räumung frontnaher Strafanstalten im Osten aus dem Zuchthaus Brandenburg oder einer anderen östlich – so auch im besetzten Polen – gelegenen Strafanstalt kam. Frese gehörte zu den über 40 Teilnehmern, die den Transport nicht lange überlebten.
Heinrich Frese starb am 17. März 1945 im Zuchthaus. Er wurde auf dem Friedhof Wehl ohne Sarg bestattet (Feld C I/17) und am 5. Juni 1947 nach Dibbersen umgebettet.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Hameln
Fritsche, Otto Franz
wurde am 31. August 1875 in Barby/Elbe im Kreis Calbe geboren. Der Postarbeiter wohnte in Hagen/Westf., Schlageterstr. 18.
Im Monat zuvor nach „Kriegssonderstrafrecht“ verurteilt, wurde Fritsche am 20. September 1944 in das Zuchthaus Hameln verlegt.
Otto Franz Fritsche starb am 21. März 1945 im Zuchthaus und wurde auf dem Friedhof Wehl in einem doppelt belegten Grab bestattet (Feld C I/93).
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Hameln
Fröhling, Heinrich Wilhelm
wurde am 13. März 1887 in Steele im Kreis Essen geboren. Der Kriegsinvalide wohnte in Groß Eicklingen Nr. 58 im Kreis Celle.
Als politisch Verfolgter seit 1936 in Haft und am 5. Juni 1937 verurteilt, wurde Fröhling am 6. Juli 1937 in das Zuchthaus Hameln verlegt.
Es war geplant, ihn nach Ablauf seiner Gefangenschaft im Mai 1940 an die Gestapo auszuliefern, was in der Regel ins KZ führte.
Heinrich Wilhelm Fröhling starb am 6. Februar 1940 im Zuchthaus und wurde auf dem Friedhof Wehl bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Hameln


