Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
2. Die Opfer unter den Gefangenen des Zuchthauses Hameln
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Hirschberg, Fritz
wurde am 6. Juni 1916 in Berlin geboren. Der Möbeltischler, der jüdischen Glaubens war, wohnte in Berlin-Mitte, Zionskirchstr. 5.
Seit 1939 in Haft, wurde Heymann am 17. Dezember 1941 in das Zuchthaus Hameln eingeliefert und nach fast einem Jahr, am 13. November 1942, mit einem vielköpfigen Transport zumeist jüdischer Langzeit-Gefangener in das Zuchthaus Celle weiterverlegt.
Am 22. Mai 1943, lange vor dem Ablauf seiner Freiheitsstrafe, überließ ihn die Justiz der Gestapo, die ihn zusammen mit weiteren 18 jüdischen Häftlingen am 16. Juli 1943 nach Auschwitz deportierte. Hirschberg wurde für tot erklärt.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Gestapogefängnis-Ghetto-KZ
Höck, Karl Wilhelm Fritz
wurde am 14. Februar 1880 in Oberhain/Taunus im Kreis Usingen geboren. Der „Wandergewerbsbetreibende“ war ohne festen Wohnsitz.
Seit 1943 in Haft, wurde Höck am 7. August 1944 in das Zuchthaus Hameln verlegt.
Karl Höck starb am 1. April 1945 im Zuchthaus und wurde auf dem Friedhof Wehl ohne Sarg in einem doppelt belegten Grab bestattet (Feld C I/121).
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Hameln
Hoepfner, Carl Hermann
wurde am 22. Dezember 1875 in Finkenwalde im Kreis Randow/Stettin geboren. Der Ingenieur wohnte in Finkenwalde, Adolf-Hitlerstr. 48.
Kurz zuvor nach dem „Heimtücke“-Gesetz verurteilt, wurde Hoepfner am 29. März 1944 in das Zuchthaus Hameln verlegt.
Carl Hermann Hoepfner starb am 1. Mai 1944 im Zuchthaus.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Hameln
Hoffmann, Heinrich
wurde am 16. November 1891 in Hannover geboren. Der Reichsbahnbeamte wohnte in Hannover, Hagenstr. 64.
Seit einem halben Jahr in Haft, wurde Hoffmann am 7. Dezember 1937 in das Zuchthaus Hameln eingeliefert.
Am Tag seiner Entlassung, dem 20. Juni 1939, nahm ihn die Polizei Hameln in „Vorbeugehaft“ und brachte ihn bis zum Transport zur Gestapo Hannover anderntags ins Gerichtsgefängnis. Hoffmann wurde am 12. Januar 1940 im KZ Sachsenhausen ums Leben gebracht.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Gestapogefängnis-Ghetto-KZ
Hoffmann, Hermann
wurde am 21. September 1878 in Reusendorf im Kreis Landshut geboren. Der Schneider wohnte in Wanne-Eickel, Bochumerstr. 153.
Seit 1938 in Haft, wurde Hoffmann am 11. Juli 1939 in das Zuchthaus Hameln eingeliefert.
Am Tag seiner Entlassung, dem 28. Oktober 1939, nahm ihn die Polizei Hameln in „Vorbeugehaft“ und brachte ihn ins Gerichtsgefängnis. Nach mehr als zwei Wochen lieferte sie ihn an die Gestapo Hannover aus. Hoffmann wurde am 21. Juni 1940 im KZ Sachsenhausen ums Leben gebracht.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Gestapogefängnis-Ghetto-KZ


