Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

2.  Die Opfer unter den Gefangenen des Zuchthauses Hameln

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Janicke, Arthur

wurde am 15. Juni 1894 in Rixdorf geboren. Der Melker wohnte in Rixdorf.
Grund und Zeitpunkt seiner Inhaftierung sind nicht bekannt.
Janicke kam im Zuge der Räumung frontnaher Strafanstalten im Osten am 15. Februar 1945 mit einem vielköpfigen Sammeltransport in das Zuchthaus Hameln, vermutlich aus dem Zuchthaus Brandenburg oder einer weiter östlich – so auch im besetzten Polen – gelegenen Strafanstalt. Janicke gehörte zu den über 40 Teilnehmern, die den Transport nicht lange überlebten.
Arthur Janicke starb am 5. April 1945 im Zuchthaus und wurde am 17. April 1945 auf dem Friedhof Wehl ohne Sarg in einem doppelt belegten Grab bestattet (Feld C I/126).

Gruppenzugehörigkeit:  Zuchthausgefangene / Hameln

Jankowski, Peter

wurde am 25. Mai 1887 im damals deutschen Gnesen geboren. Der Maurer wohnte in Osnabrück, Pfaffenstr. 3.
Seit kurzem als KPD-Aktivist in Haft, wurde Jankowski am 19. Juli 1938 in das Zuchthaus Hameln eingeliefert. Er saß hier bis zum Ende seiner Haftzeit am 4. Juli 1941 ein.
An diesem Tage wurde Jankowski von der Gestapo Osnabrück abgeholt. Er starb am 8. Dezember 1942 im KZ Groß Rosen.

Gruppenzugehörigkeit:  Zuchthausgefangene / Gestapogefängnis-Ghetto-KZ

Janott, Paul Josef Johann

wurde am 24. Juni 1887 in Berlin-Weißensee geboren. Der Arbeiter wohnte in Berlin, Saarbrückerstr. 7.
Grund und Zeitpunkt seiner Inhaftierung sind nicht bekannt.
Janott kam im Zuge der Räumung frontnaher Strafanstalten im Osten am 15. Februar 1945 mit einem vielköpfigen Sammeltransport in das Zuchthaus Hameln, vermutlich aus dem Zuchthaus Brandenburg oder einer weiter östlich – so auch im besetzten Polen – gelegenen Strafanstalt. Janott gehörte zu den über 40 Teilnehmern, die den Transport nicht lange überlebten.
Paul Janott starb nach der Befreiung am 1. Mai 1945 im Zuchthaus. Er gehörte zu den 27 Toten deutscher Nationalität, die im April und Mai 1945 vorläufig auf dem Zuchthausgelände begraben wurden. Paul Janott wurde gegen Ende Mai (oder bereits am 4. Mai) auf den Friedhof Wehl ohne Sarg in ein doppelt belegtes Grab umgebettet (Feld C I/50).

Gruppenzugehörigkeit:  Zuchthausgefangene / Hameln

Jansen, Max Wilhelm

wurde am 15. Januar 1899 in Krefeld geboren. Der Hilfsschlosser wohnte in Krefeld-Linn, Türkenbruch 25.
1941 inhaftiert und nach „Kriegssonderstrafrecht“ verurteilt, wurde Jansen am 8. August 1944 mit einem Sammeltransport von 100 Gefangenen aus dem Celler in das Hamelner Zuchthaus verlegt.
Wie die Mehrzahl der Transportteilnehmer kam er unverzüglich in das neu eingerichtete Zuchthaus-Außenlager Holzen zum mörderischen Arbeitseinsatz; diesen überlebten mindestens 36 Mann der Erstbelegung nicht lange. Die erlittenen Strapazen ließen Jansen erkranken und dürften Jansen nachhaltig geschwächt haben.
Max Jansen starb am 29. Januar 1945 im Zuchthaus-Außenlager Holzen und wurde zunächst auf dem Gemeindefriedhof in Holzen bestattet, im Oktober 1946 jedoch auf den dortigen "Ehrenfriedhof" umgebettet (3. R. Nr. 6).

Gruppenzugehörigkeit:  Zuchthausgefangene / Außenlager Holzen

Janssen, Johann

wurde am 30. Januar 1898 in Norden geboren. Der Bäcker wohnte in Emden, Gottfried Boerenstr. 89.
Seit kurzem als KPD-Aktivist in Haft, wurde Janssen am 17. Mai 1938 in das Zuchthaus Hameln eingeliefert. Er saß hier bis zum Ende seiner Haftzeit am 25. August 1944 ein.
An diesem Tage wurde er von der Polizei Hameln in „Schutzhaft“ genommen, in das Gerichtsgefängnis gebracht und am 30. August 1944 in das Gestapogefängnis Hannover-Ahlem „überführt“. Umgehend in das KZ Neuengamme weiterverschleppt, gehörte Janssen zu den KZ-Häftlingen, die seit ihrer „Evakuierung“ auf die „Cap Arcona', die die Briten im Mai versehentlich bombardierten, auf der Ostsee verschollen sind.

Gruppenzugehörigkeit:  Zuchthausgefangene / Gestapogefängnis-Ghetto-KZ