Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
2. Die Opfer unter den Gefangenen des Zuchthauses Hameln
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Lamothe, Edouard
Franzose, wurde am 18. Februar 1892 in Ordan-Larroque bei Auch im Departement Gers geboren. Der Landwirt wohnte in Ordan-Larroque, Haus Poitat.
Vermutlich schon seit längerem in Haft, kam Lamothe im Zuge der Räumung frontnaher Strafanstalten im Westen mit einem großen Sammeltransport aus dem Gefängnis Bochum am 22. März 1945 in das Zuchthaus Hameln.
Edouard Lamothe starb am 25. März 1945 im Zuchthaus und wurde am 28. März 1945 auf dem Friedhof Wehl ohne Sarg in einem doppelt belegten Grab bestattet (Feld C I/19d). Edouard Lamothe wurde am 5. September 1950 in seine Heimat umgebettet.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Hameln
Lamouche, Karl
Franzose, wurde am 9. Januar 1920 in Colmar/Elsaß geboren. Der Schlosser wohnte in Colmar, Bienenstr. 1.
Als Widerstandskämpfer wurde er vom NS-„Volksgerichtshof“ in Berlin zum Tode verurteilt, der Vollzug war aber ausgesetzt.
Wie viele ausländische „Politische“, kam Lamouche im Zuge der Räumung frontnaher Strafanstalten im Westen mit einem vielköpfigen Sammeltransport aus dem Zuchthaus Rheinbach bei Bonn am 16. September 1944 in das Zuchthaus Hameln.
Karl Lamouche starb am 5. November 1944 im Zuchthaus und wurde auf dem Friedhof Wehl bestattet (F I/15).
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Hameln
Lamster, Johannes
wurde am 4. Februar 1888 in Göttingen geboren. Der Bäcker wohnte in Hannover, Schlägerstr. 27.
Als vermeintlicher KPD-Anhänger seit 1935 in Haft und am 29. April 1936 verurteilt, wurde Lamster am 26. Mai 1936 in das Zuchthaus Hameln verlegt.
Johannes Lamster starb am 8. August 1937 im Zuchthaus und wurde auf einem hannoverschen Friedhof bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Hameln
Lange, August
wurde am 26. Juni 1909 in Hannover-Linden geboren. Der Arbeiter wohnte in Hannover, Nelkenstr. 16.
Kurz zuvor verurteilt, wurde August Lange am 29. November 1939 in das Zuchthaus Hameln eingeliefert.
An seinem Entlassungstag, dem 30. Oktober 1941, nahm ihn die Polizei Hameln in „Vorbeugehaft“ und hielt ihn für die Gestapo bis zu seinem Abtransport nach Hannover noch sechs Tage im Gerichtsgefängnis fest. Die Gestapo verfrachtete August Lange zunächst in das KZ Neuengamme. Er starb am 2. August 1942 im KZ Dachau, einen Tag nach seiner Ankunft.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Gestapogefängnis-Ghetto-KZ
Lange, Richard
wurde am 7. Mai 1903 in Hannover geboren. Der Elektriker wohnte in Hannover, Am Bartelshofe 4.
Kurz zuvor verurteilt, wurde Richard Lange am 30. März 1939 in das Zuchthaus Hameln eingeliefert, wo er genau zwei Jahre verblieb, bis zum Ende seiner Haftzeit am 30. März 1941.
Direkt anschließend sperrte ihn die Polizei Hameln in das Gerichtsgefängnis, um ihn drei Tage später an die Gestapo Hannover zu „überstellen“. Auf direktem Wege oder über weitere Zwischenstationen wurde Richard Lange in das KZ Mauthausen deportiert. In dessen berüchtigtem Außenlager Gusen kam er am 1. September 1942 ums Leben.
Gruppenzugehörigkeit: Zuchthausgefangene / Gestapogefängnis-Ghetto-KZ


