Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

1.  Die Opfer unter den jüdischen Bürgern

1.2.18  Jüdische Bürger aus Kirchbrak

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Frank, Frieda

wurde am 9. März 1873 in Altendorf im Landkreis Holzminden geboren.

Sie wohnte zusammen mit ihrer Schwester Hermine bei ihrem Bruder Albert in Kirchbrak und später in Essen.

Frieda Frank war eine Tante von Grete Pieper, die ebenfalls deportiert wurde.

Frieda Frank wurde am 21. Juli 1942 von Düsseldorf in das Ghetto Theresienstadt deportiert und am 21. September 1942 weiter in das Vernichtungslager Treblinka. Dort wurde Frieda Frank ermordet.

Frank, Hermine

wurde am 16. April 1875 in Altendorf im Landkreis Holzminden geboren.

Sie wohnte zusammen mit ihrer Schwester Frieda bei ihrem Bruder Albert in Kirchbrak und später in Essen.

Hermine Frank war eine Tante von Grete Pieper, die ebenfalls deportiert wurde.

Hermine Frank wurde am 21. Juli 1942 von Düsseldorf in das Ghetto Theresienstadt deportiert.

Sie starb am 29. März 1943 im Ghetto Theresienstadt.

Pieper, Margarete (Grete), geb. Frank

wurde am 21. Juni 1906 in Herne geboren, als Tochter des Ingenieurs und Maschinenbauers Albert Frank und seiner Ehefrau Caroline. Margarete Frank heiratete den Mühlenbauer August Pieper, der nach dem Tode von Albert Frank die Leitung der Maschinenfabrik in Osterbrak bei Kirchbrak übernahm. Die Eheleute hatten zwei Töchter, Karla (geb. 1926) und Inge (geb. 1936).

Weil der nichtjüdische Ehemann eine Scheidung von seiner jüdischen Frau verweigerte, wurde er im Herbst 1944 als „jüdisch Versippter“ bis zum Kriegsende zur Zwangsarbeit in das Lager Lenne bei Eschershausen eingeliefert.

Margarete Pieper wurde im Jahre 1944 auf Grund einer Denunziation verhaftet und in das Konzentrationslager Ravensbrück eingeliefert. Sie starb wenige Tage vor Kriegsende am 17. April 1945, vermutlich auf einem der Todesmärsche von Ravensbrück nach Malchow/Mecklenburg.