Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

3.  Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
 sowie den Kriegsgefangenen

3.11  Die Opfer unter den Kindern

3.11.3  "Ausweichkrankenhaus" Nienstedt

Seite 1 von 22 Seiten - 107 Einträge
 

Andrzejezak, Waclawa

wurde am 26. September 1944 im „Ausländer-Wöchnerinnenheim“ Hannover-Godshorn geboren. Ihre Mutter Regina, eine polnische Zwangsarbeiterin, lebte in Hannover, Seelhorststr. 37.

Das Kind starb am 12. Juli 1945 im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an Tuberkulose und wurde auf dem Ricklinger Stadtfriedhof in Hannover bestattet (Abt. 23d Nr. 131).

Andrzekewskaja, Halina

wurde um den 12. September 1944 vermutlich in Hannover geboren, denn ihre vermutlich polnischen Eltern lebten als Zwangsarbeiter im Lager der Accumulatoren-Werke Stöcken in Hannover.

Das Kind starb am 21. Oktober 1944, nur zwei Tage nach seiner Aufnahme, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Brechdurchfall“ und wurde auf dem Seelhorster Friedhof in Hannover bestattet.

Babkowski, Alexander

wurde um den 18. Juli 1944 vermutlich in Hannover geboren, denn seine polnischen Eltern, derzeit Zwangsarbeiter, lebten seit Kriegsende im hannoverschen DP-Lager Mühlenberg.

Das Kind starb am 19. Mai 1945, nur einen Tag nach seiner Aufnahme, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Pneumonie“ (Lungenentzündung) und wurde auf einem nicht genannten Friedhof in Hannover bestattet.

Bakalarz, Kornelia

wurde am 9. Juni 1945 vermutlich in Hannover geboren, denn ihre Eltern, ehemalige polnische Zwangsarbeiter, lebten im DP-Lager „Vinnhorster Straße 192“ in Hannover.

Das Kind starb am 24. September 1945, knapp drei Wochen nach seiner Aufnahme, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Atrophie“ (Nahrungsmangel) und wurde auf einem nicht genannten Friedhof in Hannover bestattet.

Beckers, Andre

wurde am 15. September 1944 in Hülsede bei Lauenau geboren. Seine Eltern, der Sanitäter Andre Beckers und seine Frau Lea Ivonne Beckers, geb. Parente, waren Belgier und möglicherweise Zwangsarbeiter.

Der Säugling starb am 13. Oktober 1944 im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an „Lebensschwäche“ und wurde auf dem Friedhof Eimbeckhausen bestattet. Andres ältere Schwester Christine war kurz vor ihm, am 17. September 1944, gestorben. Beide Kinder wurden auf dem Friedhof in Eimbeckhausen in einem gemeinsamen Grab bestattet (Nordseite, 4. Reihe von Osten).