Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
3. Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
sowie den Kriegsgefangenen
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Tschepeljuk, Filip
wurde 1902 in Solotschew bei Charkow in der Ukraine geboren. Er musste in der Hamelner Rüstungsfabrik Domag arbeiten und in einem Werkslager („Unterkunftshaus Schwarz“) wohnen.
Tschepeljuk kam am 6. April 1945 beim Artilleriebeschuss Hamelns ums Leben und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF D 23). Sein Name und die Lebensdaten stehen – neben anderen – auf einer der Grabstelen, die der Volksbund in den 1950er Jahren setzen ließ.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Sowjetbürger
Tschernij, Pjotr
wurde am 24. August 1896 geboren. Sein Geburts- und Wohnort sind unbekannt. Er musste seit Juli 1942 in der Aerzener Maschinenfabrik arbeiten.
Tschernij starb am 7. September 1945 an Magenkrebs und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF D 103). Auf diesem Areal ist sein beschrifteter Grabstein erhalten.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Sowjetbürger
Tschorna, Marianka
wurde am 9. Juni 1917 in Ljutwikiuwka geboren. Ihr Einsatzort als Zwangsarbeiterin war die Firma Voss & Sasse in Lauenau.
Tschorna starb am 18. Dezember 1943 im Stadtkrankenhaus Hameln an einer Hirnhautentzündung und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF B 6). Ihr Name und die Lebensdaten stehen – neben anderen – auf einer der Grabstelen, die der Volksbund in den 1950er Jahren setzen ließ.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Sowjetbürger
Turschinski, Viktoria
wurde am 1. August 1944 vermutlich in Lathwehren bei Seelze geboren, denn ihre Eltern, derzeit polnische Zwangsarbeiter, lebten nach Kriegsende im Lager Lathwehren.
Das Kind starb am 16. September 1945, fünf Wochen nach seiner Aufnahme, im „Ausweichkrankenhaus“ der Kinderheilanstalt Hannover in Nienstedt an Tuberkulose. Viktorias Bestattungsort ist nicht bekannt.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Kinder / Nienstedt
Twusch, Iwan
wurde am 25. September 1902 geboren. Sein Geburts- und sein Heimatort sind unbekannt. Er war in oder bei Bad Münder im Arbeitseinsatz.
Twusch starb am 20. Dezember 1947 und wurde auf einem örtlichen Friedhof bestattet. Mit der Umbettung Anfang der 1950er Jahre auf die zentrale „Ehrenstätte für Fremdarbeiter und andere Ausländer“ in Bad Münder hat er einen beschrifteten Grabstein erhalten.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Sowjetbürger