Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

3.  Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
 sowie den Kriegsgefangenen

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Tyrajski (oder Terajski), Wladyslaw

wurde am 22. August 1907 in Gorzewo bei Gostynin im Kreis Lodz geboren. Der Vater von fünf Kindern musste seit November 1943 auf einem Bauernhof in Welsede arbeiten.
Terajski starb am 28. Februar 1945 im Stadtkrankenhaus Hameln an einem Blinddarmdurchbruch und Lungenentzündung und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF B 61).

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Polen

Ueinski, Jurek

wurde am 21. September 1932 geboren. Der Einsatzort seiner Mutter, die aus der Sowjetunion kam, ist nicht bekannt.
Das Kind starb am 29. Januar 1945 im Stadtkrankenhaus Hameln im Alter von zwölf Jahren an „Kreislaufschwäche“ und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF C 7).

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont

Unbekannte(r) Tote(r)

Der Mann war Kriegsgefangener und damit wahrscheinlich Insasse des Gefangenenlagers in Esperde, das seit 1940 mit Franzosen und Belgiern belegt war. Die Gefangenen waren vor Ort im Arbeitseinsatz.
Der Franzose starb am 28. März 1945 in Esperde und wurde auf dem örtlichen Friedhof bestattet („1. Querweg 2. Reihe Grab 10“).

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Franzosen

Unbekannte(r) Tote(r)

Sechs Russen. Sie gehörten einer langen Marschkolonne sowjetischer Kriegsgefangener aus den Hamelner Rüstungswerken Domag und Kaminski an, die vor den vorrückenden Westalliierten in Richtung Osten „evakuiert“ wurden.
Die sechs Männer kamen am 6. April 1945 bei einem Fliegerangriff in Hohnsen ums Leben und wurden auf dem örtlichen Friedhof bestattet. Sie erhielten einen gemeinsamen Grabstein mit der Inschrift „Unbekannte Russen“.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Sowjetbürger

Unbekannte(r) Tote(r)

Als Kriegsgefangener in Salzhemmendorf gehörte der unbekannte Russe zu einem Offizierskommando, das im Steinbruch des ortsansässigen Dolomitsteinwerkes arbeiten musste und in einem werkseigenen Lager untergebracht war.
Der unbekannte russische Offizier kam vermutlich vor Oktober 1943 ums Leben und wurde wie sechs seiner Kameraden „am Weg nach dem Limberg“, nördlich des Eingangs des Steinbruchs, bestattet. Die Gräber wurden entsprechend dem Zeitpunkt ihrer Anlage durchnummeriert. Das Gräberareal lag derzeit auf Werksgelände. Heute ist das Gelände bewaldet und die Grabstätten sind nicht mehr kenntlich.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Sowjetbürger