Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
3. Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
sowie den Kriegsgefangenen
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Unbekannte(r) Tote(r)
Vier Russen. Als Kriegsgefangene werden sie Teilnehmer einer der Marschkolonnen gewesen sein, mit denen Kriegsgefangene aus Westdeutschland vor den vorrückenden Alliierten in Richtung Mitteldeutschland „evakuiert“ wurden und die dabei auch durch den Kreis Hameln-Pyrmont zogen.
Die vier Männer kamen am 4. April 1945 in Groß Hilligsfeld ums Leben – vermutlich durch einen Fliegerangriff während des Marsches auf der heutigen B 217 – und wurden auf dem örtlichen Friedhof bestattet. Sie waren nicht zu identifizieren gewesen, angeblich weil polnische Kriegsgefangene ihre Papiere weggenommen hatten.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Sowjetbürger
Unbekannte(r) Tote(r)
Als Kriegsgefangener wird er Teilnehmer einer der Marschkolonnen gewesen sein, mit denen sowjetische Kriegsgefangene aus Westdeutschland vor den vorrückenden Alliierten in Richtung Mitteldeutschland „evakuiert“ wurden und die dabei auch durch den Kreis Hameln-Pyrmont zogen.
Der unbekannte Kriegsgefangene kam im März/April 1945 in Aerzen ums Leben und wurde auf dem örtlichen Friedhof bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Sowjetbürger
Unbekannte(r) Tote(r)
Der als Arzt bezeichnete Russe starb am 5. April 1945 in Hohnsen. Dass er bei einem Fliegerangriff ums Leben kam, wie sechs weitere Russen in diesen Tagen, lässt sich nur vermuten. Der Arzt wurde auf dem Friedhof Ahrenfeld bestattet.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Sowjetbürger
Unbekannte(r) Tote(r)
Fünf Russen. Sie kamen beim Luftangriff auf das Hamelner Bahnhofs- und Industriegebiet Süd am 3. April 1945 ums Leben und wurden auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet, drei von ihnen in einem Grab (Feld KGF D 15, KGF D 16, drei in KGF D 17). Sie sind als „unbekannte Russen“ mit Sterbedatum auf einer der Grabstelen – neben namentlich bekannten Umgekommenen – verzeichnet, die der Volksbund in den 1950er Jahren setzen ließ.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Sowjetbürger
Unbekannte(r) Tote(r)
Drei Russen. Sie erlagen am 4. April (oder Mai) 1945 ihren Verletzungen, die sie beim Luftangriff auf das Hamelner Bahnhofs- und Industriegebiet Süd am 3. April oder beim Artilleriebeschuss in den Folgetagen erlitten hatten. Sie wurden auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF D 31, KGF D 32, KGF D 33). Sie sind als „unbekannte Russen“ mit Sterbedatum auf einer der Grabstelen – neben namentlich bekannten Umgekommenen – verzeichnet, die der Volksbund in den 1950er Jahren setzen ließ.
Gruppenzugehörigkeit: Zwangsarbeitende / Sowjetbürger


