Die Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft
in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont
 

3.  Die Opfer unter den ausländischen zivilen Zwangsarbeitern
 sowie den Kriegsgefangenen

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Castenetto, Diego

wurde am 1. Januar 1919 in Cassacco bei Udine geboren. Sein Heimatort ist nicht bekannt. Er war „Militärinternierter“ und kam vermutlich in der Zuckerfabrik Kirchohsen zum Arbeitseinsatz.
Castenetto erlitt am 6. August 1944 eine tödliche Brustquetschung. Er wird zunächst auf dem örtlichen Friedhof bestattet worden sein, um in den 1950er Jahren, wie die meisten Italiener, auf den italienischen Ehrenfriedhof in Hamburg-Öjendorf umgebettet zu werden.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Italiener

Catullo, Luigi (oder Fontane, Catullo)

wurde am 19. Februar 1900 in Fontevivo bei Castelvetro in der Provinz Piacenza geboren. Er war seit dem 20. April 1941 Landarbeiter in Börry.
Catullo starb am 20. August 1942 infolge eines Schädelbruches und wurde auf dem Friedhof Wehl bestattet (Feld F II/239). Er wurde, wie die anderen auf dem Wehl bestatteten Italiener, am 10. Januar 1958 auf den italienischen Ehrenfriedhof in Hamburg-Öjendorf umgebettet.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Italiener

Cecut

war ein Junge ohne Vornamen, der am 10. Oktober 1944 in Bisperode zur Welt kam und noch an demselben Tag starb. Über seine polnische Mutter ist nichts bekannt.
Das Kind wurde auf dem Friedhof Bisperode bestattet.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Kinder / Hameln-Pyrmont

Cembalistyi, Pawlo

wurde am 10. Dezember 1903 in Wischnewtschik im Kreis Smotritzki geboren. Er musste seit Juli 1942 auf einem Bauernhof in Hastenbeck und seit Januar 1943 in einem Sägewerk in Voremberg arbeiten. Cembalistyi erlitt am 10. Juli 1944 durch einen Motorradunfall einen tödlichen Schädelbruch und wurde auf dem „alten Kriegsgefangenenfriedhof“ am Rande des Friedhofs Wehl bestattet (Feld KGF B 23). Sein Name und die Lebensdaten stehen – neben anderen – auf einer der Grabstelen, die der Volksbund in den 1950er Jahren setzen ließ.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Sowjetbürger

Chalecka, Helene

wurde am 15. März 1909 geboren. Ihr Heimatort ist nicht bekannt. Sie dürfte in oder bei Bad Münder im Arbeitseinsatz gewesen sein.
Chalecka starb am 10. April 1946 in Bad Münder und wurde auf dem örtlichen Friedhof bestattet. Mit der Umbettung Anfang der 1950er Jahre auf die zentrale „Ehrenstätte für Fremdarbeiter und andere Ausländer“ in Bad Münder hat Chalecka einen beschrifteten Grabstein erhalten.

Gruppenzugehörigkeit:  Zwangsarbeitende / Polen